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Krebsschutz in der Nahrung

( Zusammenfassung eines Artikels in „Medical Tribune Kolloquium Onkologie“ Okt.2001)

 

Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe vor bösartigen Erkrankungen schützen. Dies ließ sich insbesondere bei gynäkologischen Tumoren nachweisen. Die Krebsinitiation lässt sich hemmen, z.B. durch Zufuhr von Antioxidanzien, um die Wirkung freier Radikale abzupuffern, so Dr. Kleine-Gunk auf dem 2.Fürther Symposium Gynäkologie und Ernährung. Freie Radikale entstehen nicht hur durch äußere Einflüsse wie Rauchen und UV-Strahlung: Der überwiegende Anteil wird im Rahmen der Nahrungsmittelaufnahme, Verdauung und Energiegewinnung gebildet. Zudem werden freie Radikale bei entzündlichen Prozessen, erhöhter körperlicher sowie geistiger Belastung frei.

Unser Körper hat Strategien entwickelt, die Radikale zu entschärfen. Die Vitamine A, C und E besitzen eine antioxidative Wirkung Potenz. Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Karotinoide sind jedoch potentere Antioxidantien. Auch das Lycopodin aus der Tomate hat eine achtmal höhere antioxidative Potenz als Vitamin C und eine viermal höhere als Vitamin E.

 

Zu den krebsprophylaktischen Pflanzenstoffen zählt zudem das Epigallocatechingallat im grünen Tee. Krebsprophylaktisch wirken auch Oliven- oder Fischöl wegen ihres hohen Gehaltes an Omega-3-Fettsäuren. Eskimos ernähren sich  überwiegend von fetten Fischen. Eskimo-Frauen entwickeln noch seltener Brustkrebs als Asiatinnen. Japanerinnen z.B. erkranken fünfmal seltener an Brustkrebs als nordeuropäische oder US-amerikanische Frauen.

 

In Japan stellt Soja ein Grundnahrungsmittel dar. Soja ist unbestritten die Nummer eins unter den Lieferanten für Phyto-Östrogene. Es gibt jedoch Alternativen: Isoflavone finden sich auch in Linsen. Diese Hülsenfrüchte bieten darüber hinaus noch eine beachtliche Menge an Lignanen, die ebenfalls einen präventiven Effekt besitzen. Neben Linsen sind Lignane noch in Leinsamen, Haferflocken, Knoblauch und Spargel enthalten.

Zu den sekundären krebspräventiven Pflanzenstoffen gehören nach Angaben von Experten auch die Indole. Sie kommen hauptsächlich in Brokkoli, Kohl, Ruccola, Radieschen und Meerrettich vor...

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